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Die 7 Google Maps Todsünden

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Vorab vielen Dank an Mike Ramsey  (7 Deadly Sins of Local Listings) für die Anregung zu diesem Post. Lesen Sie weiter, und Sie werden feststellen, dass a) keine religiösen Gefühle verletzt werden (sollen), b) die Tipps dem aktuellen Status Quo in Deutschland angepasst und c) um 7 Gebote ergänzt wurden. Weitere Details zu den Dos und Don'ts finden Sie hier: SEO für Google Maps - die 69 Rankingfaktoren.

Schuldig im Sinne der Google-Richtlinien?

Es interessiert Sie nicht, ob Sie Heiliger oder Sünder im Sinne der Google-Richtlinien sind? Keiner zwingt Sie, die folgenden Tipps zu beherzigen. Aber gut möglich, dass Sie schon bald bereuen, Google's Gebote für Google Maps bzw. Google Places nicht gelesen zu haben.

 

Nicht nur "auffällige" Webseiten, auch schlecht aufgemotzte Google Maps-Einträge landen inzwischen ruckzuck "im Gefängnis". Unabhängig davon, ob Sie einen neuen Google Maps-Eintrag anlegen oder Ihren bestehenden Google Maps-Eintrag zu sehr aufhübschen wollen: Ein falscher Fehler - und Google lässt Sie schmoren bis Sie schwarz sind.

 

Halten Sie sich nicht an die Gebote, warten Sie auf die (erneute) Freischaltung ... und warten ... und warten ... Die Google-Originalmeldung lautet: "Dieser Eintrag muss geprüft werden, bevor er in Google angezeigt wird. Dies kann einige Wochen dauern". Im Klartext heißt das (aus Erfahrung): ... - oder noch viel länger. Das Problem: Sie wissen gar nicht (genau), woran es liegt - und können nichts (mehr) tun. Selbst löschen hilft jetzt meist nicht mehr weiter. Vielleicht doch besser vorbeugen statt beichten?

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Erste Sünde: Die Überschrift Ihres Eintrags mit Keywords vollstopfen

Quasi der Klassiker unter den Google Maps-Sünden: XY Media trägt sich mit XY Media SEO Hamburg (oder nur mit SEO Hamburg) ein, weil Google relevanten Keywords - insbesondere im Titel bzw. in der Überschrift des Eintrags - ganz offensichtlich großes Gewicht beimisst und entsprechende Einträge fast immer relativ weit oben im Ranking einsortiert.

 

Auf der anderen Seite heißt es in der Bibel (sorry, in den Google-Richtlinien) klipp und klar:
Stellen Sie Ihr Unternehmen genauso dar, wie es außerhalb des Internets auftritt. Der Name in Google Maps sollte mit dem Firmennamen übereinstimmen. Auch sollten die Angaben zur Adresse, Telefonnummer und Website korrekt sein. Versuchen Sie nicht, die Suchergebnisse zu beeinflussen, indem Sie dem Unternehmensnamen zusätzliche Keywords oder eine Beschreibung des Unternehmens hinzufügen.

 

Wie Sie selbst feststellen können, funktionieren Einträge manchmal noch nach dem Prinzip Überschrift = XY + Branche + Stadt. Sobald Sie einen solchen Eintrag überarbeiten, landen Sie inzwischen mit großer Wahrscheinlichkeit „im Gefängnis" und dürfen dann auch nicht mehr über Los. Selbst wenn Sie nichts ändern, also keine Selbstanzeige riskieren, kann Google Sie bei der nächsten Rasterfahndung erwischen. Sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt. Der Algorithmus wird ständig verfeinert.

 

Wenn Sie einen neuen Eintrag anlegen: Bleiben Sie einfach bei dem Namen, den Sie auch sonst verwenden bzw. bei Ihrem offiziellen (ins Gewerbe- oder Handelsregister etc.) eingetragenen Firmennamen. Die Gesellschaftsform können Sie ggf. weglassen, also Ihren (Firmen-) Namen ohne den Zusatz GmbH etc. eintragen.

 

Wenn Sie Keywords statt Ihres Firmennamens eintragen, öffnen Sie auch Wettbewerbern Tür und Tor für Abmahnungen. Mancher Pferdeflüsterer und Suchmaschinenoptimierer wird Ihnen zwar einhauchen wollen, dass Sie ohne Keywords im Titel des Eintrags gar nicht gefunden werden können. Aber Sie sind ja bibelfest und lassen sich nicht vom rechten Weg abbringen. Weil Sie wissen, dass Sie nicht über Ihren Titel, sondern über die Branchenkategorien, die Sie frei wählen können, in Kombination mit Ihrer Adresse bzw. Stadt gefunden werden - und auf diese Weise die Aufmerksamkeit bekommen, die Sie sich REDLICH verdient haben.

 

Für alle, die sich bewusst versündigen wollen: Achten Sie darauf, dass Ihre Überschrift nicht zu lang wird. Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass (aufgrund des Aufhübschens mit branchen- und/oder ortsspezifischen Keywords) überdurchschnittliche lange geratene Titel von Google automatisch markiert, dann nachkontrolliert und ggf. „aussortiert" werden.

 

Zweite Sünde: Ortsangaben in die Branchenkategorien aufnehmen

Sie können 5 Branchenkatogorien auswählen, für die Sie gelistet und gefunden werden wollen - eine davon muss eine von Google vorgegebene sein, weitere maximal 4 können Sie individuell definieren. Lassen Sie sich dadurch nicht verleiten, statt Webdesign z. B. Webdesign Berlin und/oder Berlin Webdesign einzutragen. Warum? Hat mal funktioniert, aber Google hat die Regeln geändert - und Sie haben sich daran halten, wenn Sie weiter mitspielen wollen.

 

Für welchen geografischen Bereich Sie gefunden werden wollen, machen Sie Google bitte an der dafür vorgesehenen Stelle klar - und nur dort (siehe auch Sünde 6).

 

Dritte Sünde: Nur Postfachadresse statt Straße / Hausnummer angeben

Natürlich gibt es gute Gründe, warum Sie Kunden nicht im Wohnzimmer stehen haben wollen, wenn Sie von zu Hause arbeiten. Aber auch dafür, dass Google seine User nicht in die Schließfachanlage der Post lotsen will, gibt es gute Gründe. Nein, im Ernst, Google kann Postfach-Locations unter Umständen nicht „geo-lokalisieren", deshalb kommen Sie mit dieser „Sünde" bei Google gar nicht erst durch.

 

Vierte Sünde: 0180... statt Festnetz mit Ortsvorwahl oder Handy angeben

Nicht weiter drüber nachdenken, ist nicht ganz logisch, aber Fakt. Mit einer Service-Rufnummer alleine, bekommen Sie Ihren Eintrag gar nicht erst freigeschaltet. Geben Sie eine Handynummer, besser noch eine „normale" Festnetz-Rufnummer - und eine Service-Rufnummer ggf. (nur) zusätzlich - an.

 

Fünfte Sünde: Kundenbewertungen selbst eintragen (faken)

Google hat verschiedene Möglichkeiten, Manipulationen an dieser Stelle zu erkennen. Auffällig ist z. B., wenn alle 5 Sterne-Bewertungen von Accounts kommen, die sonst wenig bis keine Bewertungen abgegeben haben und auch sonst auf „wenig Geschichte" zurückblicken können. Google bestraft Sünder an dieser Stelle bisher nicht in offensichtlicher bzw. nachvollziehbarer Weise. Aber das wird noch kommen - das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

 

Und Gnade Ihnen Gott, wenn Konkurrenten von den offensichtlichen Fakes so genervt sind, dass entweder die Option „Melden Sie Spam in Google Maps" genutzt oder Ihre Bewertungen als nicht hilfreich gekennzeichnet werden (was auch ohne Login geht) . Dann steht im Extremfall bei jeder einzelnen Ihrer Bewertungen „0 von 3 (oder xx) Personen fanden diese Bewertung NICHT hilfreich".   Ob das einen guten Eindruck auf den geneigten Leser, Ihren potenziellen Kunden macht? Und wie Google wohl darauf reagiert? Wollen Sie das wirklich herausfinden?

 

Sechste Sünde: Die Geschäftsadresse nicht anzeigen lassen

Seit es die neue Funktionalität für „Einzugsgebiet und Standort" gibt, besteht auch die Möglichkeit, Ihre Geschäftsadresse nicht anzeigen zu lassen. Wie Tests ergeben haben, wirft Sie die Auswahl dieser Option aber im Ranking zurück. It's up to you ...

 

Siebte Sünde: Redundante Informationen in die Details aufnehmen

Wie seit der letzten Aktualisierung schon in den Google-Guidelines steht:

Verwenden Sie die Beschreibung und benutzerdefinierten Attributfelder zur Angabe zusätzlicher Informationen zu Ihrem Eintrag. Diese Art der Information sollte niemals im Namen Ihres Unternehmens oder in den Titel-, Adress- oder Kategoriefeldern erscheinen.

 

Davor war es kein Problem, im Beschreibungstext oder in den Feldern für zusätzliche Informationen zu wiederholen, was Sie an anderer Stelle im Eintrag schon einmal erwähnt haben, z. B. Ihre Branche und Ihre Stadt. Aber Sie wollen weder Google ärgern, noch Ihre potenziellen Kunden langweilen, oder? Also: Führen Sie an dieser Stelle aus, was Sie an anderer Stelle nur kurz angeschnitten haben - aber wiederholen Sie sich nicht 1:1.

 

Die 7 Gebote für gute Google Maps Rankings

  1. Beanspruchen Sie Ihren Eintrag (falls bereits vorhanden) und bearbeiten Sie ihn wie beschrieben (falls noch nicht geschehen) bzw. legen Sie einen Eintrag neu an (falls noch keiner vorhanden ist)
  2. Wählen Sie mindestens 1 der vorgegebenen Branchenkategorien und max. 4 weitere (möglichst passende vorgegebene oder - falls notwendig - frei definierbare) Kategorien - weniger ist mehr
  3. Sorgen Sie für möglichst viele (hochwertige) Einträge bzw. Erwähnungen Ihrer Firma in Branchen- und Regionalverzeichnissen
  4. Sorgen Sie für möglichst viele (positive) Kundenbewertungen Ihrer Firma
  5. Sorgen Sie dafür, dass sich auch Ihre Wettbewerber an die Regeln halten und den Titel Ihres Eintrags nicht mit Keywords vollstopfen (zumindest bevor Sie selbst in Versuchung kommen)
  6. Sorgen Sie - falls notwendig - für geringere Distanz zum jeweiligen Stadtzentrum - z. B. über eine Filiale bzw. Zweigniederlassung oder eine Bürogemeinschaft (diese Adresse muss ggf. auch auf Ihrer Website - am besten auf einer separaten Seite pro Standort - erwähnt werden)
  7. Sorgen Sie für möglichst viele Links von thematisch möglichst eng verwandten Webseiten

 

Es liegt ganz an Ihnen, wie Sie mit diesem Wissen umgehen. Aber wir empfehlen, dass Sie auf Nummer sicher gehen. Kleine Sünden bestraft der liebe Google-Gott vielleicht nicht sofort, aber auf längere Sicht werden Sie abgestraft. Und wenn Sie es zu bunt treiben, wird Ihr Eintrag sofort eingefroren. Wir schaffen das (aus Testgründen) mit schöner Regelmäßigkeit. Glauben Sie's einfach!

 

Diesen Artikel verlinken? Einfach Code im Fenster kopieren - und dann z. B. im eigenen Blog einfügen:

Der Link sieht dann so aus: 7 Gebote & 7 Verbote für Ihren Google Maps Eintrag (Der Text ist variabel.)

 

Lesetipps:

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Google Places bzw. Google Maps-Einträgen gemacht? Hatten Sie Probleme mit der Freischaltung? Beim erstmaligen Eintragen oder beim Ändern? Hat das Löschen und neu Anlegen weitergeholfen? Wie lang hat die "Arrestierung" gedauert? Welche Extra-Tipps haben Sie?

 

Kommentare

Diskussion geschlossen
  • Ich (Mittwoch, 16. Juni 2010 13:02)

    Vielen Dank für deinen Beitrag.. Das predige ich meinen Kunden seit Monaten!!

  • Veit Rumpf (Mittwoch, 16. Juni 2010 13:38)

    Guter Beitrag. Viele Kunden unterschätzen die Bedeutung von google-maps in den Suchergebnissen.

  • adocom (Donnerstag, 17. Juni 2010 13:12)

    Guter Artikel. Wir werden das nutzen.

    adocom

  • Markus Bauer (Seite 1) (Donnerstag, 17. Juni 2010 18:25)

    An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die den Artikel - in ihrem Blog, per Tweet, Bookmark usw. - aufgegriffen haben. Über die große Resonanz haben wir uns sehr gefreut.