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33 SMM & SMO Tipps - Klaus-Dieter Knoll im Interview

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Klaus-Dieter Knoll hat 3 abgeschlossene Ausbildungen und war als Mediengestalter, Webdesigner und Werbetechniker in Personalunion in Full-Service-Agenturen tätig. Seit 2005 ist Klaus-Dieter Knoll unter dem Namen kadekMEDIEN im Bereich Kommunikationsdesign, Content Creation & SMO selbständig. Klaus-Dieter bloggt unter Kadekmedien.com und twittert als @kadekmedien.

 

1) 3 häufige Fragen (potenzieller Kunden) zu Social Media?

  • Woher soll die Zeit dafür kommen?
  • Was soll man denn dauernd posten?
  • Wie reagiert man auf öffentlich geäußerte Kritik? (mehr von Klaus-Dieter: Social Media für KMU)

 

2) 3 hartnäckige Missverständnisse rund um Social Media?

  • Social Media ist kostenlos.
  • Social Media ist Zeitverschwendung.
  • Social Media ist eine Praktikantenaufgabe.

 

3) 3 schwerwiegende Fehler beim Social Media Marketing?

  • Das Social Media Engagement auf eine zusätzliche, nebenher zu erledigende Aufgabe zu reduzieren.
  • Sämtliche Kanäle ausschließlich für die eigene Werbung benutzen.
  • Auf gar keinen Fall auf Nutzerkommentare eingehen, Fragen beantworten, in Dialog treten.

 

4) Selbstständige: Wofür und wie Social Media einsetzen?

  • Selbstdarstellung. Profile anlegen, aktualisieren, koordinieren, kommunizieren.
  • Networking. Kontakte knüpfen, Informationen austauschen, Kompetenzen beweisen.
  • Nicheworking. Fachspezifisch verfeinertes Networking. Schneller und direkter Austausch zwischen Kollegen und Partnern, aber auch zwischen Dienstleister und Kunden.

 

5) KMU: Wofür und wie Social Media am besten nutzen?

  • Zusätzliche Außendarstellung auf diversen Kanälen mit der eigenen Website im Zentrum.
  • Dialog führen, d.h. den direkten Kontakt zur Zielgruppe aktiv suchen, auf Augenhöhe kommunizieren, die Themen bestimmen.
  • Kundenpflege/CRM, Werbung und Marketing, Kommunikation ungezwungen, aber authentisch miteinander verbinden, gerne auch unterhaltsam.

 

6) Brands: Wofür und wie Social Media sinnvoll nutzen?

  • Community Management, das heißt für Brands vor allem, eine möglichst große Community auf einer Plattform (z.B. Facebook oder eigener Bereich innerhalb der Corporate Website) zu vereinen.
  • Zuhören, Wünsche erkennen, Ideen generieren, Kritik akzeptieren, aus Fehlern lernen.
  • Word of Mouse: die Community zu authentischem Empfehlungsmarketing animieren.

 

7) Twitter: 3 Tipps für SMM & SMO mit Microblogging?

  • Eigene Beiträge im themenbezogenen Kontext wenigstens in einem angemessenen Verhältnis bewerben.
  • Möglichst nur für die eigenen Followings relevante Beiträge vertwittern; dabei ist durchaus auch eine eigene Meinungsäußerung zu bestimmten Themen relevant. Und darauf achten, nicht das gleiche wie alle anderen zu bringen.
  • Nur Beiträge retweeten, die gelesen wurden und gefallen haben (keine Gefälligkeitsretweets).

 

8) Facebook: 3 beste Tipps für die Fanpages von KMU?

  • Look-and-Feel der Facebook-Page sollten weitgehend an die Corporate Identity angepasst werden, Stichwort: Landing-Tab und FBML.
  • Lieber seltener als zu oft posten; zu häufiges Posten (von meist wenig relevantem Inhalt) ist der Hauptgrund, weshalb Fans eine Seite disliken.
  • Die eigene Community organisieren, also wirklich zuhören, worum es den Fans geht und genau solchen Content posten; auf Kommentare und Kritik eingehen; das Gespräch wirklich wollen.

 

9) XING: 3 Tipps für SMM & SMO in Experten-Netzen?

  • Profil regelmäßig aktualisieren, Keywords aus Sicht Suchender verwenden.
  • Eine eigene Gruppe gründen, wenn es nicht schon mehrere ähnliche gibt. Ansonsten in geeigneten Gruppen freundlich und hilfsbereit Informationen teilen, Kompetenz beweisen.
  • Das Profil nach außen verlinken und auch sichtbar machen! Oft findet man auf Twitter Links zu XING-Profilen, die nur Mitgliedern sichtbar sind. Es handelt sich um öffentliche Selbstdarstellung - welchen Grund gibt es, suchenden Nicht-Mitgliedern Informationen vorzuenthalten?

 

10) 3 beste Tools für die Social Media-Erfolgsmessung?

  • Den Klassiker - Google-Alerts - sollte schon mal jeder für sich nutzen. Wer twittert kann gern auch die Topsy-Alerts hinzunehmen.
  • Facebook-Seitenbetreiber werten die Insights regelmäßig aus, Blogbetreiber die Statistiken. Da kann man nicht nur lernen, woher wie viel Traffic kommt, sondern auch, welcher Content „geht", was angenommen wird und was weniger Beachtung findet. Selbstkritisches Zuhören halt.
  • KMU und Selbstständige werden sich Radian 6 vermutlich eher nicht leisten. Ihre Bedürfnisse werden aber mit Klout, Socialmention oder HootSuite ganz gut abgedeckt.

 

11) Integration mit anderen Onlinemarketing-Maßnahmen?

  • Ein Hinweis auf mindestens die wichtigsten Profile und Seiten, die man im Social Media betreibt, ist auf allen Websites und Online-Shops eigentlich Pflicht.
  • Eine Aktion, die über Google AdWords-Anzeigen auf eine Landingpage führt, sollte zusätzlich auch in anderen Kanälen beworben werden, bspw. auf Facebook und Twitter.
  • Positive Bewertungen und interessante Kommentare, die man auf diversen Plattformen erhält, sind wertvolle Referenzen und lassen sich prima als eigener Content auch auf anderen Plattformen posten oder verlinken.

 

 

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Der Link sieht dann so aus: 33 Tipps für SMM & SMO (<- Der Linktext ist natürlich individuell variierbar.)

 

Super Klaus-Dieter, vielen Dank für das Interview. Wir hatten ja schon Interviews zu Facebook bzw. Social Media, und es ist interessant zu sehen, wie sich die Erfahrungen überschneiden, aber an etlichen Stellen durchaus auch unterscheiden. Wir finden Deine Antworten jedenfalls "sharp to the point" und sehr hilfreich ganz speziell für Selbstständige und KMU.

 

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Kommentare

  • martin(Donnerstag, 24. Februar 2011 11:20)

    Klingt super interessant. Wie viel Leute wird man dafür fest anstellen müssen? Angenommen 2 zu jährlich 25000€, macht 50 tsd. Wieviel Follower braucht man um 50000€ Gewinn vom Umsatz zu erwirtschaften. Anders gefragt: Kann ein Kopf über Social Media sich selbst finanzieren?
    Nächste Frage: Ab welcher Firmengröße, wäre der Einsatz von 2 Leuten zu 50 tsd Kosten lohnenswert? Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, es sind Firmen, die einen gesamt Werbeetat von jährlich 500 000 € ansetzen.
    Das sind eure Kunden. Und für die ist dieser Text nicht lesbar.

  • kadekmedien(Donnerstag, 24. Februar 2011 12:36)

    Hallo Martin,

    ich antworte mal statt Markus, da die Antworten ja auch von mir stammen.

    Zunächst einmal braucht man nicht zwingend 2 Leute. Selbst ein Einzelunternehmer kann die Zeit aufbringen, Profile anzulegen und zu pflegen, und hin und wieder etwas twittern. So entsteht quasi nebenher eine Online-Reputation, die auch über Suchmaschinen gefunden werden kann.

    Ich stimme Dir aber zu, dass ein KMU, dass gerne mehr Aufmerksamkeit im Social Media erreichen möchte, auch mehr investieren muss. Es geht hierbei aber nicht um Gewinn, denn es fragt auch niemand, wieviel Gewinn ein Telefonat bringt oder wieviel Gewinn die Sekretärin im Vorzimmer mit Abwimmeln erwirtschaftet ;)

    Es geht um den Werbe- und PR-Wert. Da gibt es hier einen interessanten Rechner dazu: http://www.dragonsearchmarketing.com/online-marketing-strategy/social-media-marketing/social-networking-media-roi-calculator/

    Ich stimme Dir aber weiterhin zu, dass bei Deiner Rechnung ein größerer Werbeetat vorhanden sein muss. Nur, weshalb sollten diese Firmen dass (noch?) nicht lesen? Weil sie noch nicht da sind? – Die kommen noch. Social Media beginnt sich doch gerade erst als neuer Kanal zu etablieren. Und wenn die dann ein wenig suchen, finden sie Beiträge wie diesen und können sich ein Bild über die Anbieter diverser Dienstleistungen machen.

  • Jaylan(Sonntag, 21. August 2011 19:35)

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